Orgel von St. Nikolaus in Wackersberg

Blickt man in Wackersberg vom Kirchenschiff aus in Richtung Empore, könnte man meinen, hier gibt es keine, wenn doch, nur eine sehr kleine Orgel, denn die Empore scheint völlig leer zu sein. Beim genaueren Betrachten fallen jedoch am Kirchengewölbe zwei große schwarze Schächte ins Auge. Willibald Siemann erschuf 1920 dieses Orgelwerk, das bis auf den Spieltisch komplett auf dem Dachboden seinen Platz findet. Durch die damals revolutionäre Erfindung der Pneumatik war es möglich den Spieltisch auf die zweite Empore und damit sehr weit entfernt vom Orgelwerk zu stellen. Mit ihren sechzehn Registern und diversen Sub- und Superoktavkoppeln gibt das Instrument einen majestätischen, typisch romantischen Orgelklang senkrecht von oben herab in das Kirchenschiff ab. Die Schallöffnungen können mit einem Fußtritt am Spieltisch verschlossen werden - die Dynamik des gesamten Orgelwerks also stufenlos bis zum leisesten Pianissimo reduziert werden. Wen die Tonverzögerung der alten Pneumatik nicht stört, für den ist hier romantische Orgelmusik ein Hochgenuss.


Disposition:

I. Manual II. Manual Pedal:
Dolce 8’ Vox coelestis 8’ Subbass 16’ 
Flauto amabile 8’ Salicional 8’ Zartbass 16’
Gamba 8’ Gedeckt 8’ Violonbass 16’
Principal 8’ Hornprincipal 8’

Octav 4’ Traversflöte 4’ Spielhilfen:
Mixtur 4f. 2 2/3’  
Harmonia aetheria 2 2/3’  



Oktavin 2’ Pedalkoppel I




Pedalkoppel II




Pedalsuperkoppel II


    Suboktavkoppel II~I


 
Superoktavkoppel II~I




Registercrescendo




4feste Kombinationen     





 

Klangbeispiel:

Gabriel Fauré: Pavane

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